Monokulturen sind krisenanfällig

In der Biologie und der Landwirtschaft weiß man das – eigentlich – längst: Monokulturen sind nicht widerstandsfähig und kaum krisenresilient. Doch auch in der Wirtschaft sind Monokulturen (homogene Teams) ein Problem.

In dem globalen Umfeld, in dem wir agieren, kann Eindimensionalität sehr schnell zum Wettbewerbsnachteil werden. Homogene Kulturen sind naturgemäß nicht in der Lage, sich an den Bedürfnissen der gesamten Bevölkerung zu orientieren. Um neue Ideen generieren, Prozesse optimieren oder Servicedienstleistungen implementieren zu können, benötigen Teams jedoch verschiedene Sichtweisen auf unterschiedliche Frage- und Problemstellungen. Eine vielfältige Belegschaft bietet einen großen Reichtum an Lebenseinstellungen, Kenntnissen und Erfahrungen. Dementsprechend groß ist das (innovative) Potenzial, das eine Firma entfalten kann.

3 Gründe, warum homogene Teams scheitern:

  1. fehlen unterschiedliche Blickrichtungen auf Probleme, Ideen und ihr Beobachtungsbereich ist eingeschränkt.
  2. legen sie ähnliche Routinen und Verhaltensmuster an den Tag und nehmen Dinge nur eingeschränkt wahr.
  3. zeichnen sie sich durch ähnliche Denkstrukturen aus. In homogenen Teams wächst dadurch die Gefahr, dass Innovationspotenzial unentdeckt bleibt und Produkte an den Zielgruppenbedürfnissen vorbei entwickelt werden.

Was können Unternehmen tun, um innovativer zu sein?

Es ist wichtig, die Zusammensetzung der Belegschaft kritisch zu durchleuchten. Die eigene Belegschaft sollte durch alle Unternehmensebenen hindurch die Zusammensetzung unserer Gesellschaft widerspiegeln. Und die ist nicht nur zur Hälfte weiblich, sondern auch multikulturell. Das Abbilden des gesamten Diversity-Spektrums ist daher wichtig, denn nur so wird eine „natürliche“ Grundlage für Innovation geschaffen. Diversity und Innovation sind zwei Seiten einer Medaille – vor allem in Krisenzeiten.

Zusätzlich muss eine kreative Unternehmenskultur aktiv gefördert werden durch das Schaffen von Denk-Räumen, also Zeiten, in denen Mitarbeiter kein operatives Alltagsgeschäft bewältigen, sondern ganz bewusst und von oben gesteuert, neue Ideen generieren dürfen. Eine gesunde Fehlerkultur darf dabei nicht fehlen.

In einer Arbeitswelt, die zunehmend digital ist, ist es schwer, noch kreativ zu sein. Wie kann es gelingen, Inspiration-Gaps zu vermeiden?

 

Jeder Mensch sollte sich „Denk-Räume“ schaffen – also Zeiten und/oder Orte, die inspirieren und helfen, den eigenen Gedanken freien Lauf zu lassen. Diese kleinen Auszeiten vom Alltag helfen nicht nur, Beruf und Privates in Balance zu halten, sondern sie klären auch den Kopf. In diesen Auszeiten haben wir dann oft genau die Gedankenblitze, über die wir am Schreibtisch und im Büro stundenlang verkrampft gegrübelt haben.